Forstrevier Loßburg - Informationen zum Forstbetrieb im September

Aufgrund des extrem heißen und trockenen Witterungsverlaufs in den Sommermonaten ist es in den letzten Tagen zu Käfer- und Dürreschaden in den Wäldern um Loßburg gekommen.
Es betrifft Einzelbäume bis hin zu Käfernestern von 50 Bäumen und mehr; leider ist davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen noch Bäume absterben werden.
Da es bereits Mitte September ist, kann bei einem normalen Witterungsverlauf davon ausgegangen werden, dass die Käfer sich nicht in einer weiteren Generation vermehren werden. Das Ei benötigt bis zum fertigen Käfer 6-8 Wochen Entwicklungszeit und braucht für den Schwärmflug ca. 16-18° C. Für die Aufarbeitung der befallenen Stämme heißt dies, dass es keinen Grund zu einer hektischen Aufarbeitung gibt. Wie erwähnt, wird es weiterhin bis in den Winter absterbende Bäume geben, die je nach Entwicklung der Käfer zum Vorschein kommen werden.

Wenn ein Käferbefall festgestellt wird, ist es für einen Verkauf durch die Holzverkaufsstelle des Landratsamtes (HVS) sehr wichtig, vorab den zuständigen Forstrevierleiter zu benachrichtigen und mit ihm die Aufarbeitung und Sortierung zu besprechen; da die Forstwirte, Rückeunternehmer und Fuhrunternehmer zeitlich sehr angespannt sind, ist die Koordination von großer Bedeutung.
Leider ist es neben den Käferschäden ebenfalls zu großen Ausfällen der Esche gekommen; diese wurde in mehreren Aktionen auch mit der Straßenbauverwaltung entlang der Straßen aufgrund der Verkehrssicherung schnell entfernt. Die Waldbesitzer sollten daher nochmal kritisch die Waldränder an den Straßen anschauen.
Im Bereich der L 406 in Sulzbach musste aufgrund Käferbefalls und der starken Rotfäule an den Fichten die Restfläche des sogenannten Fohrenwäldle geräumt werden; nur einzelne Fichten zu entfernen, ist hier sinnlos, da das Waldstück auch aufgrund der exponierten Lage an der Straße nicht mehr stabil war. Im kommenden Frühjahr wird die Fläche, die nicht mit Naturverjüngung bestockt ist, wieder mit einem Mischwald bepflanzt.
Die HVS hat bis Ende des Jahres die Holzmengen im Kreisforstamt vertraglich abgesichert, sowohl für das Käferholz als auch für das Frischholz, für das ab Ende des Monats mit dem Holzeinschlag begonnen werden kann. Auch hier ist es wichtig, vorm Einschlag mit dem zuständigen Revierleiter die Sortimente abzustimmen.
Die Verwaltungsvorschrift Nachhaltige Waldwirtschaft wird zum 31. Dezember 2026 außer Kraft treten und durch die neue Verwaltungsvorschrift Nachhaltige Waldwirtschaft-Waldbau ersetzt, eine Antragstellung für die Förderungen wird aber erst ab Juli 2027 möglich sein.
Eine Antragstellung für forstliche Förderungen der ersten Jahreshälfte 2027 (z. B. Frühjahrspflanzung) können noch in diesem Jahr bis Ende Oktober gestellt werden. Bei Fragen zur Förderung steht Frau Lena Rentschler am Kreisforstamt ( Tel.: 07441/ 920-3202, E-Mail: l.rentschler@kreis-fds.de) zur Verfügung oder der zuständige Revierleiter.
Martin Schmalz
Forstrevier Loßburg
