LQN – Projekt zeigt seine Ergebnisse

Am vergangenen Freitag konnten die einzelnen Arbeitsgruppen des Leader-Projektes LQN – Lebensqualität durch Nähe unter der Moderation von Alexander Hölsch die Ergebnisse der Arbeitsgruppen präsentieren. Insgesamt 6 Arbeitsgruppen hatten sich bei der Auftaktveranstaltung am 23. März 2018 auf den Weg gemacht, die Lebensqualität der Wittendorfer noch zu verbessern.
Mitfahrbänkle
Mitfahrbänkle

Der Arbeitskreis Hilfe und Unterstützung im Dorf stellte das geplante Hilfekonzept vor. Dabei waren große Hürden zu überwinden, da man keine Konkurrenz zu Pflegediensten sein möchte. Doch durch Gründung eines Vereins soll alsbald ein Altenhilfekurs sowie eine Pflegegruppe ins Leben rufen, welche die alltägliche Unterstützung für ältere Mitbürger anbieten und damit fester Bestandteil und Bereicherung im dörflichen Miteinander werden.

Dazu werden am 20.05.2019 durch die Vorsitzende des Vereins „Hilfe von Haus zu Haus“ aus Gaienhofen Informationen und Tipps für die Arbeitsgruppe gegeben.

Der AK Kommunikation und Information Wittendorf hat bereits über Facebook eine große Freundesschar erreicht. Durch das Internetangebot www.nebenan.de ist eine Informationsbörse für alle angemeldeten Wittendorfer entstanden. Zusätzlich soll noch ein Infoflyer gedruckt werden, der auch Neubürger über Wichtiges und Sehenswertes im Ort informiert. Ebenso ist vorgesehen, mit Gutscheinen etwa Neubürger für den örtlichen Einkauf zu gewinnen.

Der AK „Kultur und Freizeit“ zeigte auf, welche Veranstaltungen und Zusammenkünfte bei verschiedenen Events wie Spielenachmittag, Dartturniere… Winterspaß u. dgl. alle Altersgruppen zusammen gebracht hat. Straßenfeste von unterschiedlichen Straßenzügen und ein OpenAirkino (Subiaco) sind weiter geplant.

Der Arbeitskreis „Mobilität“ stellte das Konzept des „Mitfahrbänkles“ vor, welches an 2 Stellen im Ort nun steht. Dort können alle Wittendorfer mit Hauptrichtung Loßburg kostenlos zum Arzt, Einkauf etc. mitgenommen werden. Dafür hat der Arbeitskreis Aufkleber gedruckt, die einen zertifizierten Mitnehmer an der Windschutzscheibe als Teilnehmer am Projekt ausweisen sollen. Vor allem Jugendliche sollen somit sicher sein, dass diese Person im Ort bekannt und registriert ist. Ebenso soll ein Radweg mittels Hilfe von Kreis und der Gemeinde von Loßburg nach Wittedorf entstehen.

Der AK „Nahversorgung sichern“ kümmert sich auch weiterhin um den Fortbestand der Einkaufsmöglichkeiten in Wittendorf. Das Team hatte sich andere genossenschaftlich und gesellschaftsrechtlich betriebene Kleinmärkte angesehen, um zu erfahren, ob dies auch für Wittendorf möglich ist.

Sowohl Post, Bank und Apothekendienstleistungen neben den Gütern des täglichen Bedarfs konnten in Schweighausen und in Eisental vorgefunden werden.

Die Einrichtung einer Rezeptannahmestelle mit Medikamentenlieferung ist momentan in Planung und soll Wittendorf zusätzlichen Komfort im Ort bieten. Post und Pakete können schon abgeliefert werden.

Eine Verbesserung der Öffnungszeiten sowie ein Cafe ist ebenso angedacht, so der Arbeitskreis. Dafür wird in den nächsten Tagen eine Umfrage im Ort über den Bedarf erfolgen. 

Der AK Wichtiges Gut: Natur hat sich vorerst auf die Werschätzung der Natur im Bereich der Blühstreifen und des zu erhaltenden Obstbaumgürtels fokussiert. Damit soll der Mistelbefall dezimiert werden und die Nutzung des Obstbestandes im und um den Ort bei der Bevölkerung wieder stärker in Erinnerung gebracht werden.

Mittels „Wittendorfer Wildblumenmischung, kann jeder zu mehr Insekten und Bestäuber im eigenen Garten beitragen. Die kostenlose Saatmischung und der eigene Apfelsaft sowie der selbstgebackene Kuchen der Gruppe begeisterte alle Teilnehmer, die allein schon wegen des schwäbischen Sammlertriebes an ihren Tisch mit Informationen und Baumschnittkursanmeldungen kamen.

Ebenso boten Frau Rentschler als Geschäftsführerin des Landschaftserhaltungsverbandes Freudenstadt e.V. und Herr Schubert ihre Fachkenntnisse als Fachbaumwarte zum Obstbaumschnitt an.

Sowohl bei der Begrüßung durch Bürgermeister Christoph Enderle als auch beim Schlusswort des Ortsvorsteher Gottlob Huß kam zum Ausdruck, dass es sich lohnt, sich für seinen Ort zu engagieren und es viele Mitstreiter braucht, das dörfliche Miteinander zu pflegen und wertzuschätzen. „Ein weiteres Arbeiten in allen Arbeitsgruppen sei unabdingbar, um in der Zukunft die „Liebe zum Ort“ weiter zu erhalten,“ so der Ortsvorsteher.

Veröffentlicht am Donnerstag, 16. Mai 2019

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