"Mühlenwelt am Heimbach" feierlich eröffnet

Die »Mühlenwelt am Heimbach« wurde am Pfingstmontag feierlich eingeweiht. Der neue Themenweg umfasst insgesamt 13 Stationen.
Bei der Einweihung der
Bei der Einweihung der "Mühlenwelt am Heimbach" v.l. Karin Armbruster, Christoph Enderle, Markus Huber und Karl- Heinz Mäder (Bild von Lothar Schwark)

Bei der Eröffnung des Themenwegs »Mühlenwelt am Heimbach« am Deutschen Mühlentag konnte auch die Obere Mühle in Betzweiler besucht werden. Mehrere hundert Menschen informierten sich dort über ein jahrhundertelanges Handwerk. Anschaulich wurden historische Werkzeuge und alte Getreidesorten präsentiert. Bei teils trübem Wetter waren das Café und die Vesperstube ein idealer Ort zum Verweilen. Familie Mäder hat diese Räume erweitert und schmuck gestaltet.

Die feierliche Eröffnung des Themenwegs »Mühlenwelt am Heimbach« wurde wegen der unsicheren Wetterlage unter das Vordach der Sägemühle der Oberen Mühle verlegt. Der Musikverein Betzweiler umrahmte die Veranstaltung auf fröhliche Weisen. Bürgermeister Christoph Enderle freute sich, dass viele Bürger der Einladung gefolgt waren. Neben dem Ehrenbürger und früheren Bürgermeister von Betzweiler-Wälde, Reinhold Johne, begrüßte er besonders seinen Amtskollegen Markus Huber aus Dornhan. Enderle hob hervor, dass die »Mühlenwelt am Heimbach« ein gemeinsames Projekt ist, das Loßburg und Dornhan und zwei Landkreise verbindet. Über zwei Jahre lagen zwischen der Idee von einer »Mühlenwelt« und der Fertigstellung, wie Enderle betonte. In diesem Zeitraum wurde intensiv recherchiert, geplant und das Konzept für das Vorhaben umgesetzt. Dank der Mitwirkung zahlreicher Menschen wurde ein Themenweg geschaffen, der die Vielfalt der Mühlen aufzeigt.

Mit der Mühlenwelt sei es gelungen, die Geschichte der Mühlen im Heimbachtal anschaulich und erlebbar wiederzugeben. Dabei sei es nicht einfach gewesen, das Handwerk der Müller historisch aufzuarbeiten. Enderle dankte allen Bürgern sowie besonders Grundstücksbesitzern und Anliegern, die mitgewirkt hatten. Ein großes Lob für seine Mitarbeit erhielt Karl-Heinz Mäder als Nachfolger einer Müllerfamilie. Mit seinem großen Wissen hat Mäder laut Enderle viel Wissenswertes über das Müllerhandwerk beigesteuert.

Der Dornhaner Bürgermeister Markus Huber dankte ebenfalls allen die an dem Vorhaben beteiligt waren. Er zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen sei, bei diesem Projekt über die Kreisgrenzen hinaus zu denken, was die Menschen zusammenbringe. Mühlen seien einst ein wichtiger Teil der Wirtschaft gewesen und hätten für Wohlstand, Ernährung und Energie gesorgt.
Bei einem Ratespiel mit einem Glücksrad konnten Enderle, Huber und Karin Armbruster, Leiterin der Loßburg Information, Karl-Heinz Mäder so manche knifflige Frage beantworten.
Inzwischen setzte stärkerer Regen ein, was die Gäste jedoch nicht abhielt, den 4,2 Kilometer langen Weg »Mühlenwelt am Heimbach« zu gehen. Mit fundiertem Wissen schilderte Mäder die Geschichte der Mühlen und Sägen im Heimbachtal. Die 13 Themenschilder am Weg sind mit »Emil, der Esel« gekennzeichnet.
Startpunkte für den Themenweg sind die Heimbachhalle in Betzweiler und das Rathaus in Busenweiler. Eine der 13 Stationen ist das Heimat- und Schindelstüble in Busenweiler. Neben der Säge- und Getreidemühle in Betzweiler sind unter anderem auch ein Göpel, also eine alte Kraftmaschine, ein Wasserrad, eine Ölmühle bei Busenweiler und Grenzsteine zu sehen. Besucher bekommen auch einen Einblick in die frühere Bewässerung. So kann man bei einem spannenden Spaziergang in der »Mühlenwelt am Heimbach« tief in die Heimatgeschichte eintauchen.

 

 

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Veröffentlicht am Montag, 17. Juni 2019

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