Lombach

Der dem Zisterzienserkloster Bebenhausen von den Pfalzgrafen von Tübingen geschenkte Lombacher Besitz wurde dem Kloster 1229 von Papst Gregor IX. bestätigt. Diese päpstliche Bestätigung der Schenkung ist die erste urkundliche Nennung von Lombach. Eine von der Abtei eingerichtete Grangie (von Laienbrüdern unter der Leitung eines Mönches bewirtschafteter Eigenhof) wurde bald wieder aufgegeben. In einem Weistum von 1491 erscheinen der Maierhof und andere Güter im Besitz der Herren von Neuneck, sie gelangen über Rudolf von Ehingen 1517 zusammen mit den Vogteigerichtsfällen und dem Stab (= niedere Gerichtsbarkeit) an das Kloster Alpirsbach.
Lombach
Lombach

Die Entstehung der merkwürdigen Rechtsordnung für die so genannten "Lombacher", Eigenleute des Klosters, die zum Altar des Hl. Johannes in Lombach zinsen, aber auch anderswo wohnen können und ähnliche Rechte und Pflichten wie Angehörige der Bruderschaft des Hl. Pelagius haben, ist noch ungeklärt. Eine nach längeren Streitigkeiten 1463 zustande gekommene Einigung zeigt jedoch, dass die Abtei im oberen Kinzigtal noch vor dem Kauf des Dorfes 1501 (im Gesamtverband der Herrschaft Loßburg) dort schon früh Rechte und wohl auch Besitz erworben hat.

Die Johannes dem Täufer geweihte Kirche hat einen romanischen Westturm und ein 1786 umgebautes spätgotisches Schiff. Zunächst Oberiflinger, dann Wittendorfer Filial, erhielt der Ort 1561 eine eigene Pfarrei, Loßburg wurde Lombacher Filial. Lombach wird jedoch heute wieder vom Wittendorfer Pfarrer betreut.

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